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Widerstand und Verfolgung im Rheinland

Das Rheinland war bis 1933 kein Kerngebiet der nationalsozialistischen Bewegung. Der katholische Teil der Bevölkerung war bis 1933 mit großer Mehrheit im Verbandskatholizismus verankert – die Wahlergebnisse der NSDAP waren im Vergleich zu anderen Regionen des Reiches schwach. Ebenso erwies sich neben dem katholischen auch das Arbeitermilieu bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten als weitgehend resistent. Nach der Machtübernahme vollzog sich die Gleichschaltung und die Anpassung der gesellschaftlichen Gruppen, Verbände und Milieus im Rheinland jedoch im Spannungsfeld zwischen pragmatischer Befürwortung und opportunistischer Anpassung ebenso reibungslos wie überall im Reich. Trotzdem bildeten sich schon bald nach der Machtergreifung vielerorts Widerstandsgruppen, die sich aus unterschiedlichen Motiven und Motivationen speisten. So war auch im Rheinland der Widerstand im Dritten Reich breit gefächert und reichte von passiver Resistenz, non-konformem Verhalten, situativer Widersetzlichkeit bis zu offenem, organisiertem, auch gewaltsamem Widerstand. 
Die zahlreichen Facetten des Widerstandes werden seit 2010 im Rahmen des LVR-Projektes „Widerstand im Rheinland 1933 – 1945“ erforscht. Der Projektleiter Dr. Helmut Rönz wird nach einer Einführung Ergebnisse vorstellen und einen Einblick in den Widerstand im Rheinland 1933-1945 mit besondere Berücksichtigung des Niederrheins geben. 

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