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Sonntag, 23.01.2011, 11:15 - 12:45 Uhr

Von Friedrich Barbarossa bis Friedrich II. - Die Staufer in Unteritalien

Die Herrschaft der Staufer in Unteritalien, das die Regionen Kalabrien und Apulien sowie die Insel Sizilien umfasste und bis an die Grenzen der päpstlichen Herrschaft in Mittelitalien reichte, war durch ständiges Ringen um die Vorherrschaft gegenüber den aufstrebenden und selbständigen Handelsstädten und von den Auseinandersetzungen mit dem Papsttum geprägt.

Die Staufer knüpften dabei an das von den Normannen in Unteritalien eingeführte durchgreifende Herrschaftsmodell als Voraussetzung für Einheit und Frieden an, in dem sich griechisch-byzantinische, normannisch-christliche, jüdische und muslimisch-arabische Traditionen verbanden.

Im Jahre 1186 heirateten Heinrich VI., der Sohn Kaiser Friedrichs I. Barbarossa, und Konstanze, die Erbin des Normannenreiches. 1194 wurde Heinrich VI. nach einer schweren militärischen Auseinandersetzung mit dem Papst, den sizilianischen Baronen und dem Gegenkönig Tancred zum König von Sizilien gekrönt. Er anerkannte die Lehensherrschaft des Papstes über Sizilien nicht an, aber nach seinem Tode 1197 und nach dem Tode Konstanzes 1198 konnte Papst Innozenz III. die päpstliche Lehensherrschaft erneut durchsetzen. Er wurde zum Vormund des Sohnes von Heinrich VI. und Konstanze, dem nachmaligen Kaiser Friedrich II..

Der Vortrag von Herrn Professor Vones wird dieser Regierungspraxis der staufischen Herrscher im Zusammenspiel von Kaiserrecht, Erbrecht und Lehensrecht nachgehen und führt damit in die Thematik der großen Stauferausstellung in Mannheim ein, zu der eine Fahrt am 5. Februar angeboten wird.

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