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Samstag, 20.02.2010, 20:00 - 01:00 Uhr

Thomas Mann

Thomas Mann als Medienstar des 20. Jahrhunderts

Der FAZ-Journalist und Literaturkritiker Jochen Hieber ist auf Einladung des Kempener Geschichts- und Museumsvereins e.V. zu Gast in der Paterskirche des Kulturforum Franziskanerkloster, um ein ungewöhnliches Porträt des Literaturnobelpreisträgers zu zeichnen.

Zusammen mit Cordelia Borchardt, Lektorin im S.-Fischer-Verlag, wird Jochen Hieber anhand von Rundfunklesungen, Radiointerviews, Wochenschaubildern und Werkverfilmungen ein Panorama Thomas Manns audiovisueller Präsenz zeigen.

Kein anderer Autor deutscher Sprache ist in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts so oft fotografiert worden wie Thomas Mann, kein anderer war von den frühen Filmkameras und Hörfunkmikrophonen auch nur annähernd so begehrt wie der Verfasser des „Buddenbrooks" und des „Zauberbergs".

Auf zwei Leinwänden bringt das audiovisuelle Porträt diese von Wissenschaft und Publizistik bisher weniger beachtete Rolle des Literaturnobelpreisträgers anschaulich zur Geltung. Sehr deutlich wird dabei, daß sich Thomas Mann spätestens seit den zwanziger Jahren über seinen Status als erster Medienautor Deutschlands vollkommen bewußt war - und seine mediale Präsenz deshalb auch am liebsten nach eigenem Drehbuch und eigener Regie inszenierte.

Jochen Hieber begann in den Siebzigern Literaturkritiken in der Welt und in der Süddeutschen Zeitung zu veröffentlichen. Seit 1983 ist er Redakteur im Feuilleton der FAZ. Sein erstes Buch erschien 1994: „Wörterhelden, Landvermesser. - Aufsätze und Kritiken". Ein Jahr später folgte „Lieber Marcel. - Briefe an Reich-Ranicki". Die „Buddenbrooks" wurden 1996 in einer von ihm kommentierten Auflage herausgegeben. Als Moderator war er von 2001 bis 2005 in der MDR-Sendung „Weimarer Salon" zu sehen. Von September 2003 bis September 2006 war er als Kulturbeauftragter für die Fußball-WM in Deutschland tätig.

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