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Samstag, 17.03.2012, 08:45 - 19:00 Uhr

Kunstmuseum Ahlen/Westfalen
Kunstmuseum Ahlen/Westfalen

Studienfahrt zum Kunstmuseum Ahlen/Westfalen

Das Museum zeigt zwei hochinteressante Ausstellungen:

1. Treffpunkt Schloss Dilborn (bei Brüggen)

Von 1911 bis 1931 lebte der Maler Heinrich Nauen mit seiner Frau, der Malerin Marie von Malachowski-Nauen auf Schloss Dilborn. Dort beginnt für beide die fruchtbarste und kreativste Schaffenszeit ihres Lebens. Im Nordturm des alten Dilborner Schlosses wohnend, sind insbesondere die unmittelbare Nähe des Schlossparks mit seinem bizarren Landschaftsbild sowie der angrenzende Schlossgarten mit seinen üppigen Blumen- und Gemüsebeeten Ausgangspunkt und Motivschatz der farbenprächtigen, expressionistischen Nauenschen Malerei. Vor allem wurde mit dem Umzug nach Dilborn dieser Ort zu einem Treffpunkt der unterschiedlichen Persönlichkeiten, die das Künstlerehepaar Nauen besuchten. Mit zu den ersten Besuchern zählten August und Elisabeth Macke, die zusammen mit Franz und Maria Marc nach Dilborn reisten. Auch Helmuth Macke, der Cousin August Mackes, gleichsam enger Freund Franz Marcs reiste vom nahe gelegenen Krefeld häufig zu seinem ‚Mentor’ – dem älteren und geschätzten Künstlerkollegen – Heinrich Nauen nach Dilborn. Bildwerke beider dokumentieren gemeinsame Malaktionen im Wirkungskreis der umgebenden Natur. Im Frühsommer reiste auch – durch Vermittlung Helmuth Mackes – der Brücke-Künstler Erich Heckel für mehrere Wochen an den Niederrhein, um dort in einem besonders kreativen Schaffensakt sich dem Naturschauspiel hinzugeben. Gleichsam große Sammler und Mäzene des modernen expressionistischen Kunstschaffens – wie z.B. Edwin Suermondt aus Aachen – besuchen die Nauens. Erstmals werden nun in einer Ausstellung die Bilder des Künstlerehepaares einander gegenübergestellt und mit den auf Dilborn geschaffenen Werken von Erich Heckel und Helmuth Macke in unmittelbarem Zusammenklang präsentiert. Im Kunstmuseum Ahlen werden zahlreiche der großformatigen Werke zu sehen sein, die Heinrich Nauen während der Dilborner Zeit als Auftragsarbeiten geschaffen hat. Alte Fotografien und Zitate aus den Briefen der Künstler – Heinrich Nauen pflegte eine intensive Korrespondenz – ergänzen die Ausstellung und geben Kenntnis von Alltag und künstlerischen Befindlichkeiten. So fügen sich in dieser Ausstellung verschiedene Facetten über Kunst, Leben und Rollenverständnis als Künstler zu einem anschaulichen Miteinander und einem Bild der Zeit.

2. Wie gemalt – Malerei ohne Malerei. Digitale Fotografie: Bildner im 21. Jahrhundert.

Erstmals widmet sich das Kunstmuseum Ahlen den Möglichkeiten neuer bildgebender Verfahren, die Künstlern wie Betrachtern ermöglichen, vorgestellte und innere Bilder sichtbar werden zu lassen.

Durch beide Ausstellungen werden Führungen angeboten.

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