Sie sind hier:

Veranstaltungen > Studienfahrt nach „Maria Laach und zur Burg Eltz“

Samstag, 16.07.2011, 07:30 - 20:00 Uhr

Studienfahrt nach „Maria Laach und zur Burg Eltz“

Einer der berühmtesten und bekanntesten Punkte in der Eifel ist die Benediktiner-Abtei Maria Laach. Pfalzgraf Heinrich II., der am Ostufer des Sees eine Burg besaß, ließ im Jahre 1093 eine Stiftungsurkunde für ein monumentales Bauwerk ausstellen. Vorbild waren von Anfang an die Kaiserdome von Mainz, Worms und Speyer und es sollte Grabstelle für die pfalzgräfliche Familie werden. Das Stifterpaar starb jedoch recht bald, und die Fertigstellung erfolgte erst zu Beginn des 13. Jahrhunderts unter dem Abt Albert (1199-1212), also etwa 120 Jahre nach der Grundsteinlegung.

Konrad Adenauer, der in den 40er Jahren dort Zuflucht gefunden hatte, stiftete aus Dankbarkeit ein Fenster.

Die sechstürmige Klosterkirche, das Laacher Münster, ist eine gewölbte Pfeilerbasili-ka mit prachtvollem Westeingang, dem sog. Paradies und dem Kreuzgang aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts.

Weiter gehören zur Abtei ein landwirtschaftliches Anwesen, „Klostergut“ genannt, ein Bioladen, eine Gärtnerei, ein Kunst-Verlag, eine Buchhandlung und weitere Hand-werksbetriebe (u.a. Bronzegießerei, Kunstschmiede, Glockengießerei, Töpferei und Schreinerei).

Burg Eltz ist eine der wenigen nie zerstörten Burgen. Sie wird im 12. Jahrhundert in einer Urkunde Friedrich Barbarossas (1152-1190) erwähnt. Im Jahre 1268 entstehen drei Linien (Haus Kempenich, Rodendorf, Rübenach). Als sog. Granerben sind sie gemeinsam Eigentümer der Burg, d.h. sie sind Mitglieder einer mittelalterlichen Erb- und Wohngemeinschaft, von denen jeder innerhalb des Burgrings ein eigenes Haus besaß. Gemeinsam aber waren sie für die Erhaltung von Toren, Brunnen und Wehranlagen zuständig. Jede Familie legte wert auf repräsentative Bauten auf einem beengten Raum. Man konnte nur in die Höhe bauen. Dies macht die Burg so einzigartig. Seit 1815 ist die Familie Eltz-Kempenich Alleinbesitzer. Es wurden aufwendige Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

Die deutsche Bundesbank hatte es für würdig befunden, dieses Ensemble auf einem 500-DM-Schein abzubilden.

[zurück]