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Samstag, 21.04.2012, 08:30 - 18:00 Uhr

Studienfahrt nach Bonn

Bonn erleben! Die einstige Metropole! - Eine rheinische Stadt im Wandel der Zeit.

Voller Stolz blicken die Bonner auf eine über 2000jährige Geschichte zurück, die sie mit einem Brückenschlag des römischen Generals Drusus im Jahre 11 v. Chr. während der Germanenkriege des Kaisers Augustus beginnen lassen. Der Stolz auf die römische Vergangenheit schlägt sich im Stadtbild nicht nieder. Als müsse man sich seiner Römer schämen, hat man sie im Keller des Hauses der Geschichte architektonisch tiefergelegt. Anders dagegen das Mittelalter, das in Gestalt des Bonner Münsters den Münsterplatz beherrscht. Bonns größte Kirche – übrigens hauptsächlich ein spätromanischer Bau – birgt nicht nur die Gräber zweier Märtyrer, die des Heiligen Cassius und Florentius, sie war auch zweimal Schauplatz einer Kaiserkrönung.

In unserem Streifzug durch die Stadtgeschichte Bonns machen wir einen Abstecher in das Regierungsviertel, dem Herzstück deutscher und internationaler Politik bis 1999. Bundeskanzleramt, Bundestag in bestechender Glasarchitektur, „Langer Eugen“ – früheres Wahrzeichen Bonns, „Schürmannbau“, aber auch Villa Hammerschmidt, zweiter Amtssitz des Bundespräsidenten, und Museum Koenig, in dem 1948 das 1. demokratische Gremium Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg zusammentrat, werden unsere Wegbegleiter durchs Regierungsviertel sein.

Die absolute Blütezeit Bonns ist aber das 18. Jh. unter den barocken Kurfürsten aus dem Hause Wittelsbach. Mit dem Namen Clemens August verbindet sich eine schier überbordende Bauwut, erkennbar an dem größten historischen Bauwerk der Bonner Innenstadt, dem Residenzschloss, heute als Universitätshauptgebäude genutzt. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass im späten 18. Jh., keine 500 m von der kurfürstlichen Residenz entfernt, der berühmteste Sohn der Stadt Ludwig van Beethoven das Licht der Welt erblickte und somit Bonn zur Wallfahrtsstätte für alle klassischen Musikfreunde erhob.

Als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland blieb Bonn rund 50 Jahre lang ein mitleidig belächeltes Provisorium. Hiervon zeugt die nüchterne „Sparkassen-Architektur“ der ´60er und ´70er Jahre, die heute noch das sog. Regierungsviertel prägt. Trotzdem fielen in diesem kleinen Nest am Rhein wegweisende Entscheidungen für die politische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland.

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