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Sonntag, 03.03.2013

Relikte des Kalten Krieges – auch – im Kreis Viersen

Der Zaun um das ehemalige britische Munitionsdepot in Brüggen-Bracht ist genau wie die Splitterschutzwälle im Gelände ein Relikt des Kalten Krieges im Kreis Viersen. Heute umgrenzt dieser Zaun ein Biotop mit Damwild. Dieses konnte sich seit den 1950er Jahren in dem militärisch abgeriegelten Gebiet entwickeln. Die zunehmende Verschärfung des Ost-West-Konfliktes nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs führte zur Verlegung und zum Aufbau von militärischen Einrichtungen der ehemaligen Alliierten westlich des Rheins, entlang der Niederländischen Grenze. Hiervon war neben der Stadt Mönchengladbach auch der Kreis Viersen betroffen. Am bekanntesten ist das ehemalige Munitionsdepot, das größte der Briten auf dem europäischen Festland. Weitere Einrichtungen waren Kasernen und Materiallager der Briten und Belgier, später der NATO. Die Radarstation in Hinsbeck gehörte zu einem Flugabwehrgürtel, der sich quer von Nord nach Süd durch die Bundesrepublik erstreckte. Für die Versorgung der Zivilbevölkerung im Kriegsfall erbaute man unterirdisch ein Hilfskrankenhaus in Viersen. Im Vortrag werden die Einrichtungen des Kalten Krieges im Kreis Viersen in ihrer ursprünglichen Funktionalität und in ihrem heutigen Erhaltungszustand vorgestellt.

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