Sie sind hier:

Veranstaltungen > Künstler zwischen Diktatur und Demokratie - Der Fall Willy Meller (1887-1794)

Künstler zwischen Diktatur und Demokratie - Der Fall Willy Meller (1887-1794)

 

Gab es eine Stunde Null in der Bildenden Kunst? Begann für all die verfemten und diskreditierten Künstler mit der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 1945 ein neues Leben, ein neues künstlerisches Schaffen? Und – im Gegenzug – die Künstler im Nationalsozialismus, die ihr Talent in den Dienst der NS-Ideologie gestellt hatten, deren Kunst als vorbildhaft galt, völkisch; verloren sie nach dem 8. Mai 1945 ihre Arbeit und Ansehen? Brachen ihre künstlerischen Biografien abrupt ab, während die der ehedem "entarteten" Künstler nunmehr in eine Phase des gesellschaftlichen Anerkennens traten?

Während über die letztgenannte Gruppe in der kunsthistorischen Forschung mittlerweile Erkenntnisse vorliegen, gestaltet sich die Spurensuche zu den NS-Künstlern und ihren Biografien nach 1945 noch immer schwierig. Anhand einer Biografie soll in dem Vortrag dieser Frage nachgegangen werden: Der Kölner Bildhauer Willy Meller galt in der NS-Zeit als "gottbegnadet". Er unterhielt bis zu drei Ateliers parallel. Er schuf Skulpturen für die NS-Ordensburgen Vogelsang und Krössinsee, für das "Kraft durch Freude"-Bad Prora und wurde von Adolf Hitler persönlich zum Professor ernannt, einen Titel, der auch heute noch auf seinem Grabstein zu lesen ist. Er schuf zahlreiche sogenannte Kriegerdenkmäler im Rheinland. Im Landkreis Viersen in Dülken einen Siegfried und in Schwalmtal-Waldniel.

[zurück]