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Sonntag, 21.04.2013

Fläche – Farbe : Bild – Text

Mitte des 19. Jahrhunderts war die Industrialisierung in vielen Ländern Europas, wie z.B. England und Frankreich – aber auch in den USA – soweit fortgeschritten, dass man für den Absatz massenhaft produzierter Waren werben musste. Neben der Anzeige erwies sich das Plakat als völlig neue Möglichkeit Werbung im öffentlichen Raum zu platzieren. Viele Entwicklungen Ende des 19. Jahrhunderts verhalfen dem Plakat dabei zum Durchbruch. Die Papierproduktion konnte größere Flächen bereitstellen; die Farbchemie brachte neue, künstliche Druckfarben auf den Markt; die Farblithografie bot die Möglichkeit gemalte, farbige Bilder zu reproduzieren; der Text konnte unabhängig und nach jeder Vorlage dem Bild angepasst werden. Zunächst waren es die Maler – die im Umgang mit Fläche und Farbe geschult – das Malen von Plakaten übernahmen. Ab 1908 setzte sich nach und nach eine plakatspezifische Gestaltung durch. Nach dem Ersten Weltkrieg gewann das Plakat bis in die 1930er Jahre hinein eine bis dahin ungeahnte – und auch nicht wieder erreichte – Vielfalt, sowohl in den Themen, als auch in der Gestaltung. Der Vortrag wird an Hand zahlreicher Beispiele die wichtigsten Entwicklungen beschreiben.

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