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Sonntag, 30.11.2014, 11:15 - 12:45 Uhr

Parumflacon und eine Schachtel mit dem Signet der Firma Hermès. (Foto: Dieter Lueb)

Ein Krefelder in Paris – Thierry (Dietrich) Hermès

Die Queen von England hat es auch: ein Halstuch von Hermès, das sie als Kopftuch trägt. Das Halstuch ist eines der bekanntesten Produkte des Hauses, in verschiedenen Größen und in jedem Jahr mit neuen Mustern erhältlich Zu den Klassikern zählt auch die sogenannte „Kelly-Bag“, einst eine Transporttasche für Zaumzeug, und das Parfum „Calèche“. Fast immer stehen  die Modefans Schlange vor dem Haus Nr. 24 in der Rue du Faubourg Saint-Honoré, dessen Schaufenster stets mit ungewöhnlichen Dekorationen aufwarten. Seit dem Ende des 19. Jahrhundert residiert hier das Haus Hermès, mittlerweile in der fünften Generation und noch immer in Familienbesitz. Sicherlich wusste Dietrich Hermès dies alles nicht, als er zu Beginn des 19. Jahrhunderts Krefeld verließ und sich als Sattler in Paris niederließ. Neben Zaumzeug für die zahlreichen Kutschenpferde in der Zeit fertigte er auch Sättel für das reitbegeisterte Publikum. Schon bald war er bekannt für seine präzise und solide Arbeit und erhielt folgerichtig auf der Weltausstellung 1867 eine entsprechende Auszeichnung. Seine Nachkommen führten das Unternehmen fort, das sich aus einem Handwerksbetrieb zu einem Traditionshaus für Luxuswaren etablierte. Immer noch werden Sättel mit dem berühmten Sattlerstich, dem beidhändig von zwei Seiten geführten Nähstich, angefertigt, mit dem Thierry Hermès in der Pariser Gesellschaft reüssierte.

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