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Sonntag, 06.02.2011, 11:15 - 12:45 Uhr

Georg Baselitz
Georg Baselitz

"Die Welt steht Kopf" - Malerei und anderes in der Kunst der 'Kriegskinder'

Das untrügliche Erkennungszeichen der Bilder von Georg Baselitz sind die auf dem Kopf gemalten Motive; der Bilder, die ab 1970 entstanden sind und noch heute zum Teil auf Ablehnung und Unverständnis stoßen. Jahrgang 1938, ist er der älteste in der Generation der kurz vor dem 2. Weltkrieg oder während des 2. Weltkrieges geborenen Künstler in Deutschland.

Ab den 60/70er Jahren beginnt man sie wahrzunehmen. Ihre Werke erscheinen zunächst verstörend, nachdem das Nachkriegsdiktat der Abstraktion sich allgemein durchgesetzt hat. Die Maler der „Neuen Figuration“ passen nicht ins Bild eines international ausgerichteten Verständnisses der Moderne. Ebenso irritieren die mehr oder weniger direkt formulierten politischen Implikationen ihrer Werke das Publikum.

Neben Baselitz sind es Künstler wie A. R. Penk, Jochen Gerz, Sigmar Polke und Jörg Immendorf, Markus Lüpertz, Rebecca Horn und Anselm Kiefer, die sich in ihren Werken auf höchst unterschiedliche Art und Weise auch mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen. Dabei erweitern und überschreiten sie die Grenzen der klassischen Bildmedien. Keiner von ihnen beschränkt sich auf Malerei als Ausdrucksmittel. Bildhauerei, Grafik, Photographie, Film, Installation und Aktionskunst werden ihnen zu selbstverständlich genutzten Medien, die sie jeweils auf individuelle Weise weiterentwickeln.

Anhand der künstlerischen Strategien und Themen im Werk der zwischen 1938 und 1945 Geborenen läßt sich der Aufbruch der 2. Generation der Nachkriegskünstler in Deutschland auf spannende Weise nachvollziehen.

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