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Sonntag, 25.03.2012, 11:15 - 12:45 Uhr

Das Konzil kam nach Kempen

Das 2. Vatikanische Konzil (1962-1965) war für die kath. Kirche der markanteste Höhepunkt im 20. Jahrhundert. Papst Johannes XXIII wollte neuen Wind für die vermieften Räume der Kirche und eine neue Dynamik für erstarrte Strukturen. Er nannte das „Aggiornamento“, zu gut deutsch: „Verheutigung“.

Der römische Kurienkardinal Ottaviani, der als Kardinalstaatssekretär  wesentlich an den Vorbereitungen für das Konzil beteiligt war und ein Konzil gar nicht wollte, führte den Wahlspruch: „Semper idem“ (Immer dasselbe). Der Aachener Bischof Johannes Pohlschneider hatte den Wahlspruch: „Omnia in Christo restaurare“ (Alles in Christus erneuern). Damit sind die Pole dieses Konzils markiert.

Alte Messdiener erinnern sich noch an das Confiteor, das Suscipiat und andere lateinische Antworten; ältere Mitchristen an die Kanzel, die Kommunionbank und an dreispännige Hochämter mit viel Weihrauch vor dem Hochaltar.

Nach dem Konzil hat sich vieles geändert. Die Konzilsbeschlüsse wurden in den Pfarrgemeinden ganz verschieden schnell und unterschiedlich gründlich umgesetzt. Der Vortrag will zeigen, wie das Konzil nach Kempen kam. Als Quellen dienen: die Pfarrchronik, die sonntäglichen Vermeldungen im Gottesdienst, die Pfarrbriefe und persönliche Erinnerungen und Erfahrungen.

Dr. Josef Reuter war 27 Jahre Propst an der Propsteikirche St. Mariae Geburt in Kempen.

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