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Sonntag, 20.11.2011, 11:15 - 13:15 Uhr

Albrecht Dürer: "Das große Glück" (Photo: Irmgard Bogenstahl)
Photo: Irmgard Bogenstahl

Albrecht Dürers Reisen nach Venedig vor und nach 1500

Nicht allen ist bekannt, daß Albrecht Dürer weite Reisen gemacht hat und nicht nur in den Niederlanden oder am Rhein unterwegs war.
Zu einer schwierigen Suche wurde es allerdings, als man in den ersten Jahrzehnten des 20. Jhs. versuchte, die Orte zu lokalisieren, von denen Dürer Zeichnungen mitgebracht hatte. Heute gibt es Wanderwege auf Dürers Spuren in Tirol, Südtirol und im Trentino.

Von einem Standpunkt in Höhe der heutigen Autobahn blickte Dürer hinunter auf Klausen. Auf seiner Reise durch Tirol machte Dürer viele Skizzen, die nicht mehr erhalten sind. Erst nach vielen Jahrhunderten ist es gelungen, den Ort zu Füßen der Nemesis (= griechische Göttin der strafenden Gerechtigkeit) im Kupferstich „Das große Glück“ zu identifizieren. Es handelt sich um Klausen im Eisacktal an der Brennerstraße. Er skizzierte den Ort mit der Eisack-Brücke, der Kirche St. Andreas, den Thinnebach sowie die Burg Branzoll. Später setzte er seine Eindrücke um in einen Kupferstich, der alles seitenverkehrt zeigt. Eine Identifikation ist daher sehr lange schwergefallen.

Teil I: Unterwegs in Tirol, Südtirol und dem Trentino
1494/95 und 1505-07 reiste Albrecht Dürer nach Italien. Die Reise führte ihn über Innsbruck, über den Brennerpass, durch die Trentiner Berge und auf dem Rückweg über Arco am Gardasee. Überall fertigte er Landschaftsstudien an, die er dann teilweise in späteren Arbeiten wiederverwendete. Im Vortrag werden seine Aquarelle den realen Ansichten gegenübergestellt. (50 Minuten)

Teil II: Dürers Aufenthalte in Venedig
Der Begegnung mit der venezianischen Malerei der Renaissance verdankte er Impulse, die ihn in Deutschland zum bedeutendsten Künstler werden ließen. Dürer nahm Quartier in Venedig, dem damaligen Mittelpunkt des Welthandels und Zentrum der kulturellen Entwicklung. Viele seiner Werke und aufschlußreichen Briefe sind erhalten geblieben und legen Zeugnis von seinem Aufenthalt ab. (50 Minuten)

Zwischen den beiden Vorträgen findet eine Pause statt, in der für alle Teilnehmer kostenlos ein kleiner Imbiss gereicht wird.

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