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Samstag, 14.10.2017, 10:30 - 18:00 Uhr

„Der geteilte Himmel. Reformation und religiöse Vielfalt an Rhein und Ruhr“ im Ruhr Museum und Besuch des Red Dot Design Museums - Tagesfahrt nach Essen

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Essen, Ruhr Museum, Blick in die Ausstellung,  © Ruhr Museum, Essen, Foto: Deimel + Winter

Die Sonderausstellung im Ruhr Museum nimmt das Reformationsjubiläum zum Anlass, um das Verhältnis und Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Konfessionen an Rhein und Ruhr zu präsentieren. Den Himmel über dem Ruhrgebiet teilen sich heute Fördertürme und Schornsteine mit Kirchtürmen, Synagogen, Moscheen und anderen religiösen Stätten.

Die Ausstellung erzählt chronologisch in zehn Kapiteln die Religionsgeschichte Nordrhein-Westfalens von der Reformation bis heute.

Gezeigt werden über 800 Exponate von 250 Leihgebern. Zahlreiche Museen, Archive und Bibliotheken, aber auch viele Religionsgemeinschaften und Privatpersonen stellen teilweise noch nie ausgestellte Stücke zur Verfügung. Neben Gemälden und Skulpturen finden sich Altargeräte, Möbel, Textilien, Grafiken und Bücher.

Highlights sind großformatige Ölgemälde aus der Frühen Neuzeit aus Bonn und Utrecht, die Kanzel einer muslimisch-arabischen Gemeinde in Bochum, der erste gedruckte Koran, Ausstattungsstücke aus Tempeln und Synagogen des Ruhrgebiets, kostbares Abendmahlsgerät, wertvolle Handschriften wie ein bunt illustriertes Pilgerbuch, frühe Druckschriften, eine Beschneidungsbank, Ikonen sowie Statuen aus dem Essener Domschatz.

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Fenster aus der 1938 zerstörten Synagoge in Kempen, © Jüdische Gemeinde Krefeld, Foto: Rainer Rothenberg

Zu den Exponaten gehört auch der im Jahr 2010 in der Lagerhalle der Firma Pegels wieder entdeckte Davidstern aus Eisen. Er stammt aus der am 10. November 1938 zerstörten Kempener Synagoge und bildete das Grundgerüst eines Fensters über dem Hauptportal. Heute befindet er sich im Besitz der jüdischen Gemeinde Krefeld.

Am Nachmittag besuchen wir das Red Dot Design Museum. Die anregende Atmosphäre des Hauses entsteht vor allem durch dessen imposante Architektur. Das frühere Kesselhaus der Zeche Zollverein ist eines der bedeutendsten Industriedenkmäler des 20. Jahrhunderts und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. 1995/96 wurde es vom britischen Architekten Norman Foster zum Museum umgebaut. Auf fünf Etagen zeigt das Red Dot Design Museum die weltweit größte Ausstellung zeitgenössischen Designs. (Eva Scheuss)

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